
©: Wien Museum |
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Ein ungewöhnlicher Ausstellungsparcours mit exemplarischen Sequenzen aus rund 80 österreichischen und internationalen Spielfilmen, die filmspezifische Bilder der Stadt enthalten – von der Stummfilmzeit bis heute. Ob realistisch oder konstruiert, ob im Stadtraum oder im Studio gedreht: Zeittypische Wienbilder und Motive werden etabliert und konterkariert und so Veränderungen des Erscheinungsbildes Wiens und der Stadtwahrnehmung sichtbar.
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von: 27.May 10
bis: 19.Sep 10
Wien MuseumKarlsplatz 8 1040 Wien, AT Tel: +43 1 505 87 47 -0 Fax: +43 1 505 87 47 -7201 Email: office@wienmuseum.athttp://www.wienmuseum.at/Öffnungszeiten: Di bis So und Feiertags: 10 bis 18 Uhr
24. Dez: 10 bis 14 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5., 25.12.
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Auf der Weltkarte des Kinos hatte Wien neben Paris, Berlin oder New York lange einen festen Platz. Kaiserliches Wien, Walzer-Seligkeit und kleinbürgerliche Idylle: Damit konnte man große Film-Geschichten erzählen, eingebettet in den Mythos Wiens als Stadt der Liebe und der Musik. Nach 1945, im Kalten Krieg, wurde die geteilte Trümmerstadt zum Schauplatz düsterer Spionagethriller. Seit 1970 sind es vornehmlich österreichische Produktionen, in denen Wien neu ins Blickfeld kommt, diesmal aber gebrochen und mit Sensibilität für soziale Schattierungen: Die Stadt als disparate urbane Landschaft. Waren einst die Paläste und Gassen von Alt-Wien beliebte Kulissen, so ist heute die Peripherie topografisches Leitmotiv.
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In der Ausstellung werden viele sehr interessante Blickwinkel, die in der Filmgeschichte auf die Stadt Wien geworfen wurden, in einem atemberaubenden Art und Weise dargestellt. Zunächst fällt die unkonventionelle Ausstellungsarchitektur auf: Man durchschreitet eine Vorhang und befindet sich in einer Art Kino, in dem zunächst ohne Ordnung Leinwände, die mit kurzen exemplarischen Film-Szenen bespielt werden, herumhängen. Die Ausstellung erschließt dann sehr spannend das Thema 'Wien im Film' in sehr unterschiedlichen und sehr interessanten Kapiteln: Attraktivität der Stadt; Tempo, Licht, Kulisse; Wiener Milieus; Gefühl; Verborgenes; Skepsis; Wiener Herz; Wiener Blut; Grenzenlos ... Die verwendeten Sequenzen stammen aus rund 80 berühmten und auch fast unbekannten Spielfilmen wie „Die freudlose Gasse“ von G. W. Pabst (1925), Erich von Stroheims Drama „The Wedding March“ (1928), „Wiener Blut“ (Willi Forst, 1942), dem Klassiker „The Third Man“ (Carol Reed, 1949), „Kassbach“ (Peter Patzak, 1979) sowie aus jüngeren Streifen wie „Before Sunrise“ (Richard Linklater, 1995) und „Nordrand“ von Barbara Albert (1999). Weiters findet man Szenen aus Willi Forsts „Operette“ (1940) und „Wiener Mädeln“ (1944/49), aus Billy Wilders „The Emperor Waltz“ (1948), aus Peter Patzaks Pop-Thriller „Zerschossene Träume“ (1976), aus Antonis Lepeniotis „Stadtbahn“ (1966) oder aus Hans Scheugls „Wien 17, Schumanngasse“ (1967). Eine beeindruckende Ausstellung, die einem Wien aus einer nicht wirklich unbekannten Sichtweise begegnen läßt, aber durch diese Darstellung einem ganz andere Blickwinkel vorstellt. Lassen Sie sich überraschen und entdecken sie wie verschieden Wien sein kann und dargestellt werden kann. Zur Ausstellung erschien ein besonders guter Katalog im Czernin Verlag. Ausserden zeigt das „Kino unter Sternen“ zwischen 2. und 25. Juli 2010 am Karlsplatz zahlreiche Wien-Filme, die größtenteils auch in der Ausstellung vorkommen. Weiters wird während der Laufzeit der Ausstellung im Atrium des Wien Museum Karlsplatz eine Auswahl an Filmplakaten aus der Sammlung der Wienbibliothek gezeigt. [pge]
Link zu: Kino unter Sternen

©: Filmarchiv Austria
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